Stadt Marl - Kommunikation Stadtumbau.
Die Stadt Marl wurde 1936 gegründet. Sie wurde aus einigen Dörfern zusammengelegt. Ein gewachsenes Stadtzentrum existiert naturgemäß nicht. In den 1970er-Jahren baute man im Zentrum des dörflichen Stadtteils Marl ein auf Bevölkerungswachstum ausgelegtes kombiniertes Einkaufs- und Wohnzentrum, den „Marler Stern".

Die damaligen optimistischen Prognosen des städtischen Einwohnerzuwachses von ca. 91.000 auf ca. 250.000 Einwohner erwiesen sich als falsch. Die Bevölkerung ist seitdem nahezu konstant geblieben. Der „Marler Stern" leidet heute unter Unattraktivität der Architektur und Entvölkerung, bei gleichzeitig steigendem Ausländeranteil. Der einzige Großindustriebetrieb, am Stadtrand gelegen, wird keine nennenswerten zusätzlichen Arbeitsplätze schaffen.

Der stattfindenden Abwanderung versucht die Stadt mit dem Ausweis von preiswertem Bauland entgegenzuwirken, um Teile der bestehende Bevölkerung zu halten, und um Neueinwohner aus den Nachbargemeinden anzulocken. Gleichzeitig wird die Fläche des Industriebetriebes ausgeweitet, die dann unmittelbar an ein lange bestehendes Wohngebiet mit Einfamilienhäusern grenzen wird.

In Marl denkt man an weitere Maßnahmen des Stadtumbau, vor allem den „Marler Stern" betreffend, um die innerstädtische Attraktivität zu erhöhen. Problem: Eine Bürgerdiskussion über den Stadtumbau, Voraussetzung seines reibungslosen Gelingens, war in Marl noch nicht zu Stande gekommen.

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